Unser Statement / Onze Statement / Our Statement
Wir besitzen den Beweis!
Es gibt KEINE getigerten
„Deutschen Partbred Shetland Ponys“!
Sie sind
REINRASSIGE
„British Spotted Ponies“!
Seit dem 19.09.2008 sind wir Mitglied der British Spotted Pony Society (BSpPS) in England
und werden unsere getigerten Ponys dorthin ummelden, um ihnen ihren reinrassigen
Ursprung zurückzugeben und um auf die deutschen bzw. europäischen diskriminierenden
Registrierungen der Zuchtverbände, die gegen das geltende EU-Recht verstoßen und zudem
für Züchter noch kostspielig sind, zu verzichten.
Warum?
Das begründen wir gerne!
Statement der Zucht „Ostfriesland’s“:
I. TEIL
Nach langer Suche und mit freundlicher Aushändigung am 16.09.2008 über die Zuchtleiterin Frau Dr.
Jensen des Pferdestammbuchs Schleswig-Holsteins haben wir den Beweis von 1952/1964 in Händen,
dass es KEINE getigerten „Deutschen Partbred Shetland Ponys“ – geschweige denn getigerte
Shetlandponys – gibt, sondern dass alle getigerten Ponys in Deutschland bzw. Europa, die von den
beiden aus England importierten getigerten Stammhengsten „Maestoso“ und „Rajah“ abstammen,
vom Ursprung her REINRASSIGE „British Spotted Ponies“ sind.
Beide Hengste wurden 1952 bzw. 1964 von Herrn Harry Schneuer, Hamburg von England nach
Deutschland importiert und beim Pferdestammbuch Schleswig Holstein gekört und im Zuchtbuch
eingetragen, aber nicht ersichtlich als Shetlandponys (damals gab es noch nicht die
„neugeschaffene“ Rasse „Deutsches Partbred Shetlandpony“).
Diese beiden getigerten Engländer wurden mit Shetlandpony- bzw. Deutschen Reitponystuten
angepaart und ihre Nachkommen wurden dann entsprechend in verschiedenen Zuchtbüchern beim
Pferdestammbuch Schleswig Holstein eingetragen und zwar bei den Shetlandponys und bei den
Deutschen Reitponys.
Die beiden Hengste „Maestoso“ und „Rajah“ selbst sind NIEMALS vom Ursprung her getigerte
Shetlandponys gewesen. Das können sie auch nicht gewesen sein, denn ansonsten müssten sich
ihre Vorfahren auf die englischen Stammhengste und -stuten der Shetland Pony Stud Book Society
(SPSBS) in Perth, Schottland zurückverfolgen lassen, wo getigerte Exemplare seit je her NICHT
zugelassen waren.
„Maestoso“ kann leider keine Abstammung vorweisen, kann aber aufgrund seines Stockmaßes von
119,5 cm und der Beschreibung als „Welshtyp“ beim Pferdestammbuch Schleswig-Holstein im Jahr
1952 niemals ein Shetlandpony gewesen sein.
„Rajah“ ist von seinem englischen Pedigree her, das dem Pferdestammbuch Schleswig Holstein im
Jahr 1964 vorgelegen hat, aus Shetland- und Welsh Pony-Linien über die „Fairy Prince“- und „Fairy
King“-Linie gezogen worden. Er hatte ein Stockmaß von 114,5 cm.
Ein Dreivierteilbruder von „Rajah“ namens „Blagden Emperor“, geb. 1962, British Spotted Pony, 117
cm wurde von Großbritannien nach Schweden exportiert zur Klinteby Ponnystuteri, Gotland. Die
englische Zuchtstätte „Blagdon“ züchtete British Riding Ponies sowie Connemara Ponies.
Nachkommen des Hengstes „Blagdon Emperor“ aka Emperator (in Schweden) wurden in Schweden
als Crossbred Pony bzw. Swedish Riding Pony eingetragen.
Das getigerte Pony war immer auf den Britischen Inseln beheimatet und wohlbekannt als Fellfarbe
bei den Welsh Hill Ponies. Es gibt viele Eintragungen von getigerten Ponys in den alten Welsh Pony
Zuchtbüchern und „Gwynfe Hero“, ein 1916 geborenes getigertes Welsh Cob Pony, findet sich in
einigen der ältesten Pedigrees wieder.
Da die beiden getigerten Hengste „Maestoso“ und „Rajah“ aus England stammen, und die dort
gezüchteten getigerten Ponys seit Beginn der Registrierung im Jahr 1947 durch „The British Spotted
Horse and Pony Society“ (SHAPS) und nachdem sich 1976 die Society geteilt hat und die Ponys
unter 14.2 hh bei der „British Spotted Pony Society“ (BSpPS) als „British Spotted Ponies“ bis in die
heutigen Tage in den Zuchtbüchern eingetragen wurden und werden, sind die in Europa
beheimateten getigerten Nachfahren von „Maestoso“ und „Rajah“ sowie die daraus entstandene
F-Linie (Ferro, Ferrus) und A-Linie (Ariso), aber auch die importierte englische „Wantsley“-Linie der
Rasse „British Spotted Ponies“ zuzuordnen. Die größeren Exemplare wurden bei der „British
Appaloosa Society“ registriert.
Damit sind die getigerten europäischen Ponys REINRASSIGE „British Spotted Ponies“! Sie
waren aber NIEMALS reinrassige Shetland Ponys!
Leider wurde diese Tatsache von keinem einzigen Zuchtverband in Deutschland bzw. Europa jemals
berücksichtigt und somit ist seit Anbeginn der Zucht und Registrierung der getigerten Ponys in
Europa ein gravierender Fehler passiert, nämlich die Falschregistrierung sowie Neuerschaffung
getigerter Ponyrassen und der Verlust des Ursprungs als „British Spotted Pony“.
Es wurde NIEMALS ein Tochterstammbuch der „British Spotted Ponies“ bis zum heutigen Tage in
Europa gegründet! Aber die Züchter haben auch keine getigerten Exemplare in England beim
Mutterstammbuch im Internationalen Register eintragen lassen. Erst in letzter Zeit ist Bewegung in
diese Sache gekommen.
Im Gegenteil man hat in den europäischen Zuchtverbänden eigenmächtig für die getigerten
Exemplare neue Rassenamen und Zuchtbücher geschaffen wie das Nederlandse Appaloosa (NAS)
bzw. die Nederlandse Minipaarden (NMPRS) in den Niederlanden, das Tigerpony in der Schweiz und
Österreich, das Knabstrupper Pony in Dänemark, getigerte Minipaarden in Belgien und letzten Endes
in Deutschland die fälschlicherweise neu geschaffene „Mischlings-Rasse“ des „Deutschen Partbred
Shetlandponys“ bzw. jahrzehntelange falsche Registrierung als „getigertes Shetlandpony“ in den
deutschen Zuchtbüchern der Zuchtverbände.
In Deutschland wurden das erste Zuchtbuch der Shetland Ponys in den Jahren 1942/43 beim
"Verband der Kleinpferdezüchter Deutschland e. V." gegründet. Aufgrund des Krieges und der
späteren Teilung Deutschlands musste dieser Verband seine Tätigkeit wieder einstellen und es
wurden in den Nachkriegsjahren in den einzelnen Besatzungszonen regionale Verbände gegründet. In
Deutschland gibt es inzwischen 35 tierzuchtrechtlich anerkannte Züchtervereinigungen (Stand
31.12.2007), bei denen derzeit getigerte Ponys registriert werden.
Von Anfang an wurden die getigerten Ponys in Deutschland als reinrassige Shetlandponys (!) bzw.
Deutsche Reitponys eingetragen. Auch die amerikanischen Miniaturpferde bzw. Original American
Classic Ponies (später „Deutsches Classic Pony“ genannt) wurden als reinrassige Shetlandponys
registriert. Alle diese verschiedenen Zuchtrichtungen wurden zum damaligen Zeitpunkt auch noch
untereinander gekreuzt und mit Abstammungsnachweisen als „Shetland Ponys“ deklariert. Eine fatale
Entscheidung, die jahrzehntelang später ihre Folgen haben würde.
Im Jahre 1999/2000 als die deutschen Ponyzuchtverbände eine Anerkennung der Shetland
Ponyzucht in Deutschland als Tochterstammbuch des Mutterstammbuchs der „Shetland Pony Stud
Book Society“ in Perth, Schottland erlangen wollten, scheiterte dies fast an den oben genannten
Umständen.
Da die Shetland Pony Stud Book Society in Perth im Jahre 1890 gegründet wurde, um die
Reinrassigkeit in den Abstammungen zu gewähren, und seit dem 22.04.1994 das offizielle
Ursprungszuchtbuch aller reinrassigen Shetlandponys auf der ganzen Welt (!) ist, müssen weltweit
alle reinrassigen Shetlandponys vom Pedigree her lückenlos über viele Generationen auf dieses
Ursprungszuchtbuch zurückgehen und damit auf die damaligen Gründerponys (mit Ausnahme einiger
weniger Ausnahmen nach dem Krieg = "Inspected Stock" = "IS" in den Pedigrees). Dies entspricht
auch der EU Regelung 96/78 EEG, wonach alle Ponys für die Eintragung in einem Zuchtbuch
akzeptiert werden müssen, in dem auch die Elterntiere eingetragen sind.
Diesen Nachweis konnten und können immer noch viele deutsche – und auch europäische –
„Shetlandponys“ nicht erbringen und insbesondere nicht die getigerten und amerikanisch
gezogenen „Shetlandponys“.
Um eine reinrassige Shetlandzucht – wie von England vorgeschrieben – weiterführen zu können,
musste ein Kompromiss gefunden werden.
Dieser Kompromiss hieß für die getigerten Ponys „Deutsches Partbred Shetland Pony“ – womit sie
gleichzeitig zu „Mischlingen = Partbreds“ abgestempelt wurden – und für die amerikanisch gezogenen
Ponys „Deutsches Classic Pony“. Damit wurden diese beiden Ponyrassen neu geschaffen und ihnen
ein deutscher Ursprung gegeben, der niemals gegeben war. Gleichzeitig hat man sie deutschem
Zuchtrecht unterworfen und kann damit den Züchtern seitens der Zuchtverbände vorschreiben, was
man will, um diese Rasse zu züchten.
Das hat gravierende Auswirkungen – rechtlich wie auch finanziell - für die Züchter dieser getigerten
Ponyrassen, aber auch alle anderen Native Pony Rassen.
Man hat damit gegen geltendes Europäisches Recht verstoßen!
II. TEIL
Die Auswirkungen des EU Rechts auf die getigerten sowie Native Pony Rassen
FORTSETZUNG FOLGT!
Ebenso: Körung, HLP, Einteilung der Zuchtbücher, Kostenvergleich Deutschland/England ,
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